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Das "Wamperte Kreuz" zählt zu den eigenartigsten und bemerkenswertesten Bildstöcken in Wien In den Landkarten ist das ca. 3m hohe Marterl beim Autobus-Umkehrplatz an der Kreuzung Breitenleer Straße / Telefonweg mit "Weißes Kreuz" bezeichnet, im Volksmund wird es aber das "Wamperte Kreuz" genannt. Die Sage dazu: Ein Edelmann aus dem Marchfeld, so heißt es, wurde von seinem Herzog zu einem Kriegszug verpflichtet. Beim Abschied von seinem geliebten Weibe an der Wegkreuzung schwor der Ritter, sollte er jemals wieder gesund vom Krieg heimkehren und seine Gattin wieder finden, dann würde er an dieser Stelle ein Marterl errichten. Der Edelmann blieb über ein Jahr in der Fremde. Als er voll freudiger Erwartung und in der Hoffnung, seine geliebte Frau gesund wieder zu finden, heimkehrte, musste er feststellen, dass ihm seine Frau untreu geworden war. Der Edelmann bewies weder Edel- noch Großmut, er schwor bittere Rache. Allerdings hielt er Wort und ließ ein Marterl errichten, das aber zur Gruft seiner Gattin wurde, die er darin bei lebendigem Leibe einmauern ließ. Als die Untat des "untadeligen" Mannes allgemein bekannt wurde, fuhren zwei Fuhrwerker an jener Stelle vorüber, wobei der eine bemerkte: "Es ist ein Kreuz auf dieser Welt, wenn etwas, das mit dem Herzen beginnt, mit einem Bauch endet." Und der andere ergänzte: "Aber nur dort, wo das Herz aus Stein ist, kann ein steinernes wampertes Kreuz daraus erstehen." Seither nennen die Leute das unförmige Mahnmal "Das Wamperte Kreuz". Mehrere Thesen sind zulässig: Entweder stammt es aus der Zeit der Gegenreformation, oder ist ein Sühnezeichen für eine verstorbene Person. Möglicherweise erinnert es auch an die Toten von Pest- oder Choleraseuchen oder an die Opfer von Türkenkriegen und Hunneneinfällen. Vielleicht ist es aber ein Flurdenkmal, steht an einer Unglücksstelle und dient als Orientierungshilfe. Unbestritten ist aber das mehrhundertjährige Alter des Kreuzes, Form und Konstruktion geben jedoch Rätsel auf. Quelle: Eine Schrift des SV Neu-Essling, welche Herrn Erwin Kager als Autor ausweist. |